U-Bahnhof Lohring
Aufgabe Neubau U-Bahnhof Lohring Auftraggeber Stadt Bochum Ort Bochum Datum 1997 - 2006 Wettbewerb 1. Preis Architektur, Design Ausbauelemente, Tragwerk (Ausbau) Rübsamen + Partner Kunstkonzept Eva-Maria Joeressen, Willich-Neersen Audioinstallation Klaus Kessner, Willich-Neersen Lichtplanung Lichtdesign, Köln
Die Stadt Bochum versteht sich als kulturelle Hochburg innerhalb
der Metropolenregion Ruhr und der Europäischen Kulturhauptstadt
2010. Um die Infrastruktur angemessen auszubauen,
wurde bereits in den 90ern eine Erweiterung des U-Bahnnetzes
in der City projektiert. Der von Rübsamen + Partner nach dem
Wettbewerbserfolg 2006 fertig gestellte, mehrfach preisgekrönte
U-Bahnhof Lohring verleiht dem Gesamtprojekt ikonografische
Kraft und verbindet sie mit räumlicher Klarheit und einer
Zusammenführung von Architektur, Lichtkunst und Klang.
Im Zentrum des Entwurfs steht der Ort selbst, eine 100 Meter
lange, stützenfreie und großartig überwölbte Halle. Um den
Raumeindruck zu bewahren, blieb das Gewölbe unangetastet;
sämtliche ebenfalls von Rübsamen + Partner entworfenen Einbauten
wachsen aus dem Bahnsteig hervor. Vollständig als
Glasboden ausgebildet, übernimmt er zugleich die Beleuchtung
des Bahnhofs. Das Licht wird sanft von der Metallauskleidung
des Gewölbes, einer aus dem Autobau übernommenen Materialentwicklung,
reflektiert.
Das architektonische Konzept steht in direktem Dialog mit der
Lichtkunstinstallation der Düsseldorfer Künstlerin Eva-Maria
Joeressen. Hinzu tritt eine Toninstallation des Kölners Klaus
Kessner, die über Mikrofone Geräusche aufnimmt und komponiert in den Raum zurückführt. Grundlage für den Entwurf war
bereits in einer frühen Phase eine Zusammenführung der Künste,
die das Bauwerk als umfassenden urbanen Ort begreift.
Der U-Bahnhof Lohring wurde mit dem Renault Traffic Design
Award 2006, der Goldmedaille des DDC Deutscher Designer
Club 2006 sowie in London mit dem Yellow Pencil der D&AD
Global Awards 2006 ausgezeichnet.
